Alice In Wonderland

Ist es ein Lob, wenn man einen Film als „hübsch“ bezeichnet?

Hübsch ist Alice allemal, meiner Meinung sogar hübscher als James Camerons Avatar. Eine Handlung ist jedoch nur marginal vorhanden, was angesichts der Buchvorlage, die im Grunde nur eine Aneinanderreihung skurriler Szenen ist, schon lobenswert ist. Zudem ist „Underworld“ sehr liebevoll gestaltet, jede der Figuren ist wunderbar seltsam, Helena Bonham Carter hat einen tollen großen Kopf und Johnny Depp überzeugt mal wieder durch seine bewährte Freakshow. Auch wenn Depp es ist, mit dem der Film beworben wird und wohl die Massen anziehen wird, sollte Mia Wasikowska (Jane Eyre), die sich wohl mit ihrer Glanzleistung in „In Treatment“ die Rolle erspielt hat, doch der titelgebende Star des Films sein. Leider hat sie allerdings nicht viel mehr zu tun, als bezaubernd auszusehen und verwirrt und erstaunt durchs Bild zu hüpfen.

Mein Problem mit Tim Burtons Filmen: Sie mögen noch so hübsch aussehen, sie unterhalten in der Regel gut, aber sie schaffen es selten, mich zu berühren. Hierfür ist „Alice“ ein Paradebeispiel.

Ein netter Zeitvertreib, mehr nicht.

5/10

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