Moon

Zunächst einmal: Der Film hat ein sehr schönes Poster:

Noch dazu überzeugt er als intelligentes Science-Fiction-Drama. Aber von vorne:

Irgendwann in der Zukunft arbeitet Sam Bell (Sam Rockwell), nur in Begleitung des Roboters Gerty (Kevin Spacey) auf einer Mondbasis, um Helium-3 abzubauen, das auf der Erde den Energiebedarf deckt. Sein Vertrag geht über drei Jahre. Gegen Ende der drei Jahre verschlechtert sich seine körperliche und psychische Verfassung zunehmend, bis er einen Unfall hat.

Achtung: Spoiler!

Sam wird schließlich von seinem eigenen Klon gerettet. Die beiden decken die Machenschaften ihres Arbeitgebers auf und versuchen, sich aus ihrer hoffnungslosen Lage zu befreien.

Der Film unterhält, regt zum Nachdenken an und wirkt nach. Doch er klärt nicht alle Fragen, was prinzipiell auch nicht weiter schlimm ist, aber hier frage ich mich, ob es einfach ein paar Logikfehler gab:

  • Sam kann nicht live mit der Erde kommunizieren, Gerty kann das scheinbar. Sind die riesigen Türme also nur Tarnung? Ziemlich aufwändige Tarnung. Und warum funktioniert die Kommunikation dann doch wieder, sobald ein Turm zerstört wird?
  • Ist eine Firma nicht recht dumm, wenn sie den Roboter nur zum Helfen programmiert? Die Gefahr, dass der Klonskandal aufgedeckt werden könnte, sollte doch eigentlich unter allen Umständen vermieden werden.
  • Warum flüchten nicht einfach beide Sams? Der Aufwand, einen dritten aufzuwecken und einen an den Unfallort zu bringen, ist doch ziemlich groß.
  • Wie sieht die Klontechnologie aus? Müssen die Sams nicht auch 30 Jahre wachsen?

Das sind ziemlich viele Kritikpunkte, dafür, dass mir der Film ausgesprochen gut gefallen hat. Ich muss wohl einfach akzeptieren, dass „Fiction“ zu „Science-Fiction“ gehört.

Allein Sam Rockwells wegen ist der Film unbedingt sehenswert. Wie er es schafft, die Sams auf so unterschiedliche Weise zu spielen, ist beeindruckend. Der Soundtrack von Clint Mansell (Requiem For A Dream) unterstützt die kühle Atmosphäre perfekt.

„Moon“ schafft es, den Zuschauer zu bewegen – und das mit nur einem Schauspieler und einem Roboter in einem sterilen Setting. Dafür:

9/10

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