The Imaginarium Of Doctor Parnassus

Terry Gilliams neuester Streich bleibt wohl immer „Heath Ledgers letzter Film“. Doch weder Ledger, noch sein illustrer Ersatz in Form von Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell ist es, der am meisten beeindruckt; mit großer Freude verkörpert Tom Waits den Teufel höchstpersönlich – hier Mr. Nick genannt. Dieser schenkt dem titelgebenden Doctor Parnassus ewiges Leben – im Gegensatz dazu erhält er die Seele seiner Tochter, sobald diese 16 Jahre alt wird. Da dieses Ereignis im Film unweigerlich näher rückt, geht Parnassus erneut eine Wette mit dem Teufel ein: Fünf Menschenseelen soll er ihm beschaffen, um die seiner Tochter zu retten…

Die unterschiedlichen Welten hinter dem Spiegel sind optisch berauschend, die Besetzung hochkarätig, aber die Story ist doch sehr überfrachtet. Will man eine Liebesgeschichte oder doch ein großes Fantasyabenteuer erzählen? Beides gelingt nie vollständig, da man zu den Charakteren keine Bindung aufbaut und (vielleicht zu) viel Zeit hinter dem Spiegel verbringt. Das sieht hübsch aus, ist aber recht inhaltsarm.

Da meine Erwartungen nicht hoch waren, wurde ich auch nicht enttäuscht. Überzeugt hat mich der Film dennoch nicht.

5/10

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