The Triplets Of Belleville (Les Triplettes de Belleville)

Der französische Animationsfilm „Les Triplettes de Belleville“ bekam im Jahr 2004 zwei Oscarnominierungen und den Trailer fand ich wunderbar verschroben. Die Erwartungen waren also groß.

Die Handlung ist schnell erzählt: Der kleine Champion ist vom Radfahren begeistert und nimmt als erwachsener Mann an der Tour de France teil. Als er von der Mafia entführt wird, versucht seine Großmutter Souza, mithilfe des Hundes Bruno und einem gealterten Damentrio, ihn in der scheinbar amerikanischen Stadt zu retten.

Im Grunde handelt es sich hier um einen Stummfilm: Dialoge gibt es keine, ab und zu hört man Stimmen aus Fernsehern, die meiste Zeit gibt es nur musikalische Untermalung. Das ist an sich nicht störend; da die Handlung aber nicht sehr mitreißend ist und die Figuren zwar recht skurril, aber meist nicht sonderlich interessant sind, ist der Film an vielen Stellen ziemlich zäh.

Dennoch gefällt mir einiges daran:

  • Das oscarnominierte Lied „Belleville Rendez-Vous“ von den Triplettes macht sehr viel Spaß.
  • Die Animationen sehen sehr schön und detailverliebt aus.
  • Der neurotische Hund Bruno, der sein Leben lang durch ein Unfall mit einer Spielzeugeisenbahn traumatisiert ist, ist wohl der Star des Films.
  • Die sekundenschnelle Entwicklung Paris vom idylisschen Ort zur monströsen Großstadt ist die wohl schönste Szene.
  • Die Essgewohnheiten des Damentrios sind zwar nicht schön anzusehen, aber dennoch witzig.

Im Fall von „Les Triplettes de Belleville“ ist das Ganze eben nicht die Summe seiner Teile. Obwohl ich vieles mochte, verging mir der Film viel zu langsam – und das bei einer Laufzeit von nicht einmal 80 Minuten.

4/10

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