Requiem For A Dream

Ob Drogensucht, Fernsehsucht, Tablettensucht: Alle führen in Darren Aronofskys „Requiem For A Dream“ ins Verderben. Da sind Harry (Jared Leto), seine Freundin Marion (Jennifer Connelly) und der gemeinsame Freund Tyrone (Marlon Wayans); süchtig nach Heroin, träumen sie vom großen Geld als Dealer. Harrys einsame Mutter Sara (Ellen Burstyn, The Last Picture Show) verbringt ihre Tage vor dem Fernseher. Als sie eine Einladung für eine Fernsehshow bekommt, hat sie ein großes Ziel, für das sie schließlich zu Tabletten greift: Wieder in ihr rotes Kleid zu passen.

Schon die Ausgangssituation des Films ist nicht gerade hoffnungsvoll – dabei ist dieser Teil noch mit dem Titel „Summer“ versehen. Es folgen „Fall“ und „Winter“. Einen Frühling gibt es allerdings für niemanden.

„Requiem For A Dream“ ist nahezu perfekt: Die schauspielerischen Leistungen sind beeindruckend (wobei neben Ellen Burstyn hier jeder ein bisschen verblasst), die Regie ist einfallsreich (die sich ständig wiederholenden schnellen Schnittfolgen für den schon fast mechanischen Prozess des Drogeneinnehmens) und die Musik von Clint Mansell bleibt im Ohr.

Gleichzeitig sieht man hier wohl einen der deprimierendsten Filme überhaupt. Die Schlusssequenz ist konsequent drastisch und dennoch: Zu viel Mitgefühl kann ich gerade Harry und seinen Freunden nicht entgegenbringen. Dass es Folgen hat, wenn man sich ständig in schon bis zur Unkenntlichkeit kaputtgespritzte Venen weiterspritzt, sollte nicht verwundern.

Sollte man gesehen haben.

9/10

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