The Hurt Locker

„The Hurt Locker“ war der große Gewinner bei den Oscars 2010: Er gewann sechs Preise, darunter Bester Film und Beste Regie uns setzte sich gegen James Camerons „Avatar“ durch. Und besser als Avatar ist der Film allemal.

Kathryn Bigelow inszenierte einen Kriegsfilm um den Protagonisten Sergeant James (Jeremy Renner), der im Irak mit seiner Truppe Bomben entschärfen muss. Diese Gefahrensituationen sind für ihn ein wahrer Adrenalinrausch, den er immer wieder braucht, auch wenn er sein Team dadurch in Gefahr bringt. Das Bombenentschärfen, der Krieg wird zur Sucht, wie schon das Eingangszitat des Films sagt:

„The rush of battle is a potent and often lethal addiction, for war is a drug.“

Der Film schafft es gut, den Krieg als Droge darzustellen und die Actionszenen sind ebenso gekonnt in Szene gesetzt. Wo in anderen Filme unzählige Schnitte jegliche eventuell aufkommende Spannung im Keim ersticken, kann man hier das Geschehen problemlos verfolgen. Ein anderes Problem bleibt jedoch bestehen: Einzelne Szenen könnten gnadenlos spannend sein, jedoch kann man in der Regel davon ausgeht, dass der Protagonist – wenn überhaupt – erst in der letzten Szene stirbt und davor auch keine Bombe, die er gerade entschärft, explodieren wird.

Ein bisschen frage ich mich, was der Film überhaupt sein will: Die Irak-Thematik wird nur am Rand behandelt, eine Charakterstudie wird hier ebenso wenig vorgeführt. Auch eine große Handlung hat der Film nicht vorzuweisen. Für mich bleibt also ein perfekt inszenierter und sehr gut gespielter Action-Kriegs-Film übrig. Ob das sechs Oscars wert ist, weiß ich nicht, sehenswert ist es aber schon.

7/10

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