The Boat That Rocked

Im Jahr 1966 wird der 18-jährige Carl (Tom Sturridge) von seiner Mutter zu seinem Patenonkel Quentin (Bill Nighy) geschickt. Was als Maßnahme gegen seinen Drogenkonsum gedacht ist, entwickelt sich für Carl zur schönsten Zeit seines Lebens. Quentin betreibt auf einem Schiff in der Nordsee nämlich einen Radiosender, „Radio Rock“, und nutzt damit eine Gesetzeslücke aus, die es eigentlich verbietet, zu viel Pop- und Rockmusik zu spielen. Die Regierung, allen voran Minister Dormandy (Kenneth Brannagh), versucht derweil mit allen Mitteln, den Sender zu verbieten.

„The Boat That Rocked“ funktioniert am besten dann, wenn der Film nicht mehr sein will, als er ist: Ein Gute-Laune-Film. Skurrile Charaktere, spielfreudige Schauspieler und ein perfekter Soundtrack (The Beach Boys, The Who, Jimi Hendrix, Cat Stevens, etc.) machen den Film zum großen Spaß. Da die 135 Minuten Laufzeit auch mit etwas Handlung gefüllt werden sollten, wird dann aber krampfhaft versucht, den Charakteren Tiefe zu verleihen. So muss Carl erfahren, dass sich sein leiblicher Vater, den er nie kennengelernt hat, auf dem Schiff befindet. Der Zuschauer ahnt leider früh, um wen es sich handeln muss. Zum Schluss inszeniert Richard Curtis („Love Actually“) schließlich auch noch „Titanic 2“ – diese herbeigezwungene Dramatik stört den Gesamteindruck des Films extrem und wirkt geradezu lächerlich.

Der Soundtrack ist in diesem Fall um Längen besser als der Film; dieser unterhält zunächst allerdings auch blendend. Die letzte halbe Stunde sollte man sich aber besser sparen.

6/10

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