Eternal Sunshine Of The Spotless Mind

Clementine (Kate Winslet) und Joel (Jim Carrey) führen eine lange, glückliche Beziehung, doch irgendwann langweilt er sie nur noch. Gut, dass die Firma Lacuna anbietet, einen Teil des Gedächtnisses einfach auszulöschen. Clementine kann Joel so aus ihrer Erinnerung verbannen und neu starten. Als Joel davon erfährt, tut er das gleiche. Der Film beschäftigt sich nun mit von Joel erinnerten Fragmenten der Beziehung der beiden, welche aber nach und nach verschwinden. Während des Löschvorgangs merkt Joel allerdings, dass er Clementine und die Erinnerungen an sie nicht verlieren will. Er beginnt nun, sie mit in Teile seines Gedächtnisses zu bringen, in die sie eigentlich nicht gehört…

„Eternal Sunshine Of The Spotless Mind“ nutzt die einfallsreiche Ausgangssituation, um eine im Grunde ganz alltägliche Liebesgeschichte zu erzählen. Da diese zu großen Teilen im Gedächtnis des Protagonisten spielt, kann sich Regisseur Michel Gondry („The Science Of Sleep“) kreativ austoben. Der Film ist dadurch visuell beeindruckend; um das Vergessen zu symbolisieren, lässt Gondry zum Beispiel Bücher verblassen und Häuser einstürzen.

Zum Leben erweckt wird das geniale Drehbuch von Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Adaptation, Synecdoche, New York) von der bezaubernden Kate Winslet und einem ungewohnt ernstem Jim Carrey. Die beiden harmonieren perfekt: Sie geben mir das Gefühl, dass Clementine und Joel zusammen gehören und machen es schmerzhaft, einen Streit mitanzuschauen.

Obwohl die Geschichte so fantastisch ist, schafft es „Eternal Sunshine Of The Spotless Mind“, die Gefühle des Kennenlernens, des alltäglichen Zusammenseins und des Trennens zu übermitteln. Der Film taucht Vergangenes in ein melancholisches Licht und zeigt, wie schmerzhaft, aber auch wie schön und wertvoll Erinnerungen sein können. Immer wieder gibt es bittersüße, berührende Szenen: So erkennen die beiden, dass die letzte Erinnerung bald verschwunden sein wird und genießen die verbleibenden Momente.

Clementine: This is it, Joel. It’s going to be gone soon.

Joel: I know.

Clementine: What do we do?

Joel: Enjoy it.

Michel Gondry hat einen wunderbaren Film geschaffen, der zwar zwischendurch ein paar Längen aufweist, der aber auch nach mehrmaligem Sehen noch berührt und Spaß macht, weil man immer wieder kleine Details entdeckt, die man beim ersten Mal noch verpasst hat.

9/10

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