The Darjeeling Limited

Wes Andersons Filme (The Royal Tenenbaums, The Life Acquatic With Steve Zissou, Fantastic Mr. Fox) zeichnen sich durch gewisse Stammdarsteller wie Bill Murray, Anjelica Huston, Owen Wilson oder Jason Schwartzman aus, welche auch in „The Darjeeling Limited“ wieder dabei sind; ein weiteres Merkmal sind die stets skurrilen Charaktere, die für den wunderbar schrägen Humor sorgen. Meist behandeln seine Filme aber auch die Thematik der Entfremdung von der Familie und haben dadurch auch immer eine dramatische Komponente. Bei „The Darjeeling Limited“ steht die Familienproblematik nun im Mittelpunkt; der Film ist also mehr Drama als Komödie.

Darum geht’s: Die Brüder Francis (Owen Wilson), Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzman) haben sich seit der Beerdigung ihres Vater vor einem Jahr nicht mehr gesehen. Jetzt reisen sie in einer von Francis geplanten „spirituellen Reise“ mit dem Zug durch Indien. Was anfangs nur Francis weiß: Als Ziel ist ein Kloster anvisiert, das ihre entfremdete Mutter (Anjelica Huston), mittlerweile Nonne, leitet. Bis sie dort ankommen streiten sie sich, erleben Abenteuer, aber lernen sich auch besser kennen.

Obwohl Andersons Filmwelten eigentlich durchgängig von tragischen Charakteren bevölkert sind, punkten sie doch vor allem mit dem sehr eigenen Humor. Schon in „The Royal Tenenbaums“ hat der dramatische Anteil bei mir nicht funktioniert, weil die Figuren einfach zu irreal und damit unglaubwürdig sind. In „The Darjeeling Limited“ gibt es nun nicht viel zu lachen, Anderson inszeniert seinen Film eher als dramatischen Selbstfindungstrip. Da er es aber nicht schafft, mir seine Figuren emotional nahe zu bringen, kommt bisweilen sogar Langeweile auf.

Immerhin ist die musikalische Untermalung, wie in den meisten Filmen des Regisseurs, hervorragend. Noch dazu freuen sich Frauen, wenn sie im dazugehörigen Kurzfilm „Hotel Chevalier“ Cellulite an Natalie Portmans Hintern entdecken (Grüße an Pauli und Kristin)!

4/10

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