Road House

„Road House“ erzählt die Geschichte von Dalton (Patrick Swayze), einem der besten Club-Rausschmeißer, der noch dazu Philosophie studiert hat. Dalton ist ultracool und in seinem Job so gut, dass scheinbar jeder schon von ihm gehört hat. Sein neuester Auftrag: Ruhe und Ordnung in das „Double Deuce“, einem Club in einer korrupten Kleinstadt, zu bringen.

Ende der 80er Jahre, Patrick Swayze war durch „Dirty Dancing“ gerade ein Megastar geworden, saßen ein paar Produzenten beisammen und überlegten, was man alles braucht, um einen richtig erfolgreichen Film zu drehen. Heraus kam folgendes:

  • Patrick Swayze, vorzugsweise nackt.
  • Blonde Frauen mit großen Brüsten, ebenso nackt.
  • Eine schnulzige Liebesgeschichte.
  • Viele Explosionen.
  • Noch mehr Prügeleien.
  • Coole Sprüche à la „It’s my way or the highway.“
  • Und natürlich Monstertrucks!

Dass dabei nicht unbedingt ein cineastisches Meisterwerk herauskommt, dürfte niemanden überraschen. Tatsächlich besitzen die Charaktere des Films keinerlei Tiefe, die Schauspieler sind schlecht, die Handlung ist haarsträubend. Warum Dalton trotz Philosophie-Abschluss Rausschmeißer wurde, warum der Bösewicht in jeder zweiten Szene mit einem anderen Fortbewegungsmittel kurz durchs Bild fährt, warum ausnahmslos jede Frau in dieser Stadt eine Prostituierte zu sein scheint – Fragen, auf die der Film keine Antworten liefert.

Sicherlich ist „Road House“ ein schlechter Film. Dennoch ist er witziger und unterhaltsamer als so manche Komödie. Wo sonst wird eine Bar Abend für Abend zertrümmert – ohne finanzielle Folgen für den Besitzer? Wo sonst läuft Patrick Swayze ständig grundlos halb nackt und eingeölt über idyllische Bauernhöfe? Wo sonst darf man Dialoge wie „Prepare to die. – You are such an asshole.“ genießen? Und nicht zu vergessen: Es gibt Monstertrucks!

Fazit: „Road House“ ist ein absolutes Trash-Meisterwerk und sollte als solches auch anerkannt werden!

7/10

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