Twilight

Vorneweg: „Twilight“ habe ich nie gelesen. Wie gut also die literarische Vorlage umgesetzt wurde, kann ich nicht beurteilen. Den Film an sich aber schon – und der ist schlecht.

Es geht um die ständig etwas beleidigt bis aggressiv wirkende Bella (Kristen Stewart), die zu ihrem Vater in die Kleinstadt Forks zieht. In der Schule lernt sie den arg blassen Edward (Robert Pattinson) kennen, der erst gar nicht nett zu ihr ist, ihr aber dann das Leben rettet. Von nun an sind die beiden unsterblich ineinander verliebt. Dank Google findet Bella allerdings heraus, dass ihr Angebeteter tatsächlich unsterblich ist – er ist ein Vampir. Als solcher ist er allerdings Vegetarier, er isst nur Tiere und keine Menschen. Was steht der großen Liebe also noch im Wege? Natürlich ein anderer Vampir, der allerdings böse ist – aber eigentlich genauso langweilt wie der Film selbst.

Was stört mich an „Twilight“?

  • Die Handlung ist zu jedem Zeitpunkt vorhersehbar.
  • Die Dialoge sind dümmlich („That’s what you dream about?“ – „I dream about being with you forever.“).
  • Jedes Klischee wird bedient. Indianer haben alle lange Haare. Asiaten gehen nur mit Asiaten aus.
  • Die Gefühle der Protagonisten erschließen sich mir nicht. Bella und Edward sehen sich kurz, machen jeweils komische Sachen mit ihren Mündern, die wohl sexy sein sollen, und schon sind sie unzertrennlich.
  • Bella. Sie ist unsympathisch und nervt vom ersten Augenblick. (Ich weiß nicht, ob das ihr Charakter sein soll oder Kristen Stewart einfach schlecht ist.)
  • Alles ist schrecklich bieder und harmlos. Damit geht der ganze Reiz von Vampiren verloren. (Wie man es richtig – mit Blut, Gewalt, Sex, Spannung und vor allem auch Humor – macht, zeigt Alan Balls „True Blood“.)
  • Nicht einmal die Effekt überzeugen: Wie Bella auf Edwards Rücken durch die Lüfte fliegt ist einfach nur lächerlich.

Was gefällt mir an „Twilight“?

Nichts. Okay, immerhin ist der Film so schlecht, dass er bisweilen doch ziemlich lustig ist. Aber insgesamt macht mich „Twilight“ eher etwas aggressiv, da er einfach zu plakativ auf die Zielgruppe der pubertierenden Mädchen ausgerichtet ist und dabei auch noch lächerliche Moralvorstellungen predigt.

2/10

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