Arsenic And Old Lace

„Arsenic And Old Lace“ ist eine herrlich böse schwarze Komödie, die schon 1941 als Verfilmung eines gleichnamigen Theaterstücks gedreht wurde, aber erst drei Jahre später – nach dem Ende der Theateraufführung – das Licht der Kinoleinwände erblickte.

Der gesamte Film spielt am Tag der Hochzeit des Theaterkritikers Mortimer Brewster (Cary Grant). Als der seinen liebreizenden, in der ganzen Nachbarschaft als Wohltäter bekannten Tanten Abby und Martha (Josephine Hull und Jean Adair) die frohe Botschaft verkündet, entdeckt er eine Leiche unter der Fensterbank. Die beiden Damen haben nämlich ein einfallsreiches Hobby: Sie vergiften alte, einsame Männer. Mortimers Bruder Teddy (John Alexander), der sich für Theodore Roosevelt hält, begräbt sie anschließend im Keller. Als wäre das nicht genug, kommt auch noch der lange verschwundene, kriminelle dritte Bruder, Jonathan (Raymond Massey), und will Unterschlupf bei den Tanten. Und auch er hat eine Leiche im Gepäck!

Von Beginn an ist „Arsenic And Old Lace“ schnell erzählt, teilweise geradezu hektisch, und von schwarzem Humor durchzogen. Obwohl einiges am Film altmodisch anmutet – fast die gesamte Handlung spielt im Wohnzimmer des Brewster-Hauses, die Geschichte ist arg konstruiert, die Schauspieler agieren ziemlich übertrieben – macht er doch fast 70 Jahre nach seine Entstehung immer noch unglaublich viel Spaß.

Vielleicht habe ich eine falsche Vorstellung vom Hollywood der 40er Jahre, aber ich war ganz schön überrascht, dass das Brewster-Haus von mehr Leichen als Lebenden bevölkert ist, die alten Damen immer wieder ihre etwas rassistische Einstellung offenbaren und auch sonst jeder einzelne Charakter verrückt zu sein scheint.

Wer also Lust auf eine völlig überdrehte Komödie hat und sich von der theaterhaften Inszenierung nicht abschrecken lässt, sollte sich „Arsenic And Old Lace“ nicht entgehen lassen.

8/10

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