Yo, También

„Yo, También“ erzählt eigentlich eine ganz normale Liebesgeschichte: Daniel (Pablo Pineda) lernt bei seinem ersten Job nach seinem Hochschulabschluss Laura (Lola Dueñas) kennen und verliebt sich in sie. Der Unterschied zu anderen Filmen dieses Genres ist, dass Daniel das Down-Syndrom hat. Hat sein Bruder also recht, wenn er sagt, dass sich „keine Frau mit 46 Chromosomen“ je in ihn verlieben wird oder hat Daniel doch eine Chance bei Laura?

Der spanische Film „Yo, También“ ist deswegen so erfrischend, weil die Thematik Down-Syndrom nicht als schweres Drama umgesetzt wurde, sondern sich eher wie eine Sommerkomödie anfühlt. Das macht den Film in Kombination mit den beiden talentierten Hauptdarstellern zwar ungemein sympathisch; dadurch bleibt die Handlung aber recht konflikt- und spannungsarm. „Yo, También“ ist dadurch eben nicht mehr als eine nette romantische Komödie, bei der einer der Protagonisten eben zufällig das Down-Syndrom hat.

Gerade die Nebenstory um das Pärchen aus der Tanzschule verschafft dem Film einige Längen, die vermieden hätten werden können; als Kontrastprogramm zum Protagonisten Daniel erfüllt es aber durchaus seinen Zweck: Menschen mit Down-Syndrom und Hochschulabschluss sind eben nicht die Regel.

Was bleibt, ist ein kleiner, sympathischer, recht unspektakulärer Film, der zumindest gut unterhält.

6/10

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