Scream 3

Warum ich plötzlich Lust bekommen habe, die „Scream“-Trilogie anzusehen, weiß ich nicht; doch auch der dritte Teil hat Spaß gemacht – und das, obwohl es sich eigentlich um keinen guten Film handelt.

„Scream 3“ verlegt die Handlung nach der Kleinstadt Woodsboro aus Teil eins und dem College aus Teil zwei nun nach Hollywood, wo gerade „Stab 3“ gedreht werden soll. Nachdem allerdings Cotton Weary (Liev Schreiber), mittlerweile erfolgreicher Talkshow-Moderator, und eine Darstellerin aus „Stab 3“ brutal ermordet werden, werden die Dreharbeiten abgebrochen. Während Gale (Courteney Cox) und Dewey (David Arquette) noch erforschen, warum der Ghostface-Killer Bilder von Maureen Prescott, Sidneys Mutter, an den Tatorten hinterlässt, schwebt Sidney (Neve Campbell) selbst schon bald wieder in Gefahr.

Zwar ist es eine schöne Idee, „Scream 3“ am Set von „Stab 3“ spielen zu lassen und so die gewohnte Umgebung aus „Scream“ nun als Filmkulisse wiederzusehen; auch die Möglichkeit Gale auf die Schauspielerin treffen zu lassen, die sie in der „Stab“-Reihe verkörpert, sorgt für witzige Momente. Leider ist die restliche Handlung viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen: Dies zeigt sich schon in kleinen Szenen, wie etwa der Videobotschaft des in „Scream 2“ verstorbenen Randy (Jamie Kennedy). Warum sollte er vor seinem Tod davon ausgehen, dass es in ein paar Jahren zu einer dritten Mordserie kommt und deswegen die Filmregeln für eine Trilogie aufnehmen? (Nur um das Publikum zufrieden zu stellen). Auch frage ich mich, warum sich Gale und Dewey, nachdem sie jetzt schon öfter fast getötet wurden, in brenzligen Situationen mit einem Killer im Haus immer noch trennen. (Damit mehr Spannung entsteht.)

Der größte Witz an „Scream 3“ ist (neben Courteney Cox‘ Frisur) dann allerdings die Auflösung. Es ist ja löblich, die Geschehnisse aus Teil eins wieder aufzugreifen; was hier geboten wird ist aber absolut hanebüchen.

Und trotz all der Kritik macht „Scream 3“ immer noch Spaß. Das alles ist keine große Filmkunst, aber zumindest gute, wenn auch hirnlose, Unterhaltung. Auf „Scream 4“, der für 2011 angekündigt ist, freue ich mich schon ein bisschen.

4/10

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