Paranormal Activity 2

„Paranormal Activity“ war 2009 ein Phänomen. Der Horrorfilm im Doku-Stil kostete nur 15.000 Dollar und spielte weltweit fast 200 Mio. Dollar ein. Da ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung erscheint. Viel Neues hat „Paranormal Acitivity 2“ nun zwar nicht zu bieten, doch Enttäuschungen sollte es bei Fans des ersten Teils auch nicht geben.

Die Handlung setzt etwa zwei Monate vor den Ereignissen des Originals ein; Katie (Katie Featherston) und Micah (Micah Sloat) werden also noch nicht von einem Dämon geplagt. Katies Schwester Kristy (Sprague Grayden) ist gerade Mutter geworden. Ihr Mann Daniel (Brian Boland), der schon eine Tochter aus einer früheren Beziehung (Molly Ephraim) hat, hat sich deshalb eine Kamera zugelegt, mit der er jeden Schritt seines Sohnes Hunter festhalten kann. Nachdem die Familie ihr Haus vollkommen verwüstet vorfindet, werden zudem mehrere Überwachungskameras installiert. Diese filmen fortan alles, was im Haus geschieht. Und das ist einiges.

Fortsetzungen erfolgreicher Filme zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie mehr bieten: Mehr Explosionen, mehr Gewalt, mehr Sex, mehr Tote. Auch „Paranormal Activity 2“ bietet mehr als sein Vorgänger. Nicht nur das Budget wurde erhöht, auch die Zahl der Kameras und die Anzahl potentieller Opfer übertrumpfen „Paranormal Activity“. Dieses Mehr geht leider nicht mit vermehrter Spannung einher. Der Reiz des ersten Teils bestand schließlich darin, dass es nur eine Kamera gab, die nachts auf das Bett der Protagonisten gerichtet war. Während des Schlafs, wenn der Mensch am verletzlichsten ist, vollkommen ohne Schutz, passierten unheimliche Dinge. Was außerhalb des Schlafzimmer geschah, konnte man nur erahnen. Der Filme kreiste um die Frage, was nachts alles um einen herum geschieht.

„Paranormal Activity 2“ verlegt nun den Fokus von der Schlafsituation auf die Geschehnisse im ganzen Haus. Auch hier kommt Spannung auf, doch so effektiv wie sein Vorgänger ist der Film nicht mehr. Immerhin ist die Handlung der beiden Filme auf recht intelligent Art miteinander verknüpft. So bietet der Gruselfilm sicherlich keine Innovationen; die Macher müssen sich aber auch nicht den Vorwurf gefallen lassen, einfach eine andere Familie im Kampf gegen einen Dämon zu zeigen.

5/10

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