Hearts Of Fire

Ausflüge von Musikern ins Schauspielfach sind nur selten von Erfolg gekrönt. Auch Bob Dylan wollte es 1987 nach zwei Filmengagements in den 70er Jahren noch einmal wissen und tat sich ausgerechnet mit Drehbuchautor Joe Eszterhas zusammen, der Jahre später das Trash-Meisterwerk Showgirls verbrechen sollte. Auch „Hearts Of Fire“ ist ein katastrophal dümmlicher Film, der sich bemüht, auch wirklich jedes Rockmusiker-Klischee zu erfüllen.

Im Zentrum von „Hearts Of Fire“ steht die Kleinstadtsängerin Molly McGuire (dargestellt von Fiona, einer Musikerin aus den 80ern, deren Karrierehöhepunkt traurigerweise dieser Film bleiben sollte), die vom großen Durchbruch träumt. Der Rockmusiker Billy Parker (Bob Dylan), der zufälligerweise in der gleichen Stadt wohnt und seine besten Zeiten hinter sich hat, nimmt Molly mit nach London und lässt sie bei seinem Konzert singen. In England lernt sie allerdings auch James Colt (Rupert Everett mit wunderbarer Frisur) kennen, einen Rockstar, der sie groß herausbringen will – und bei dem sie schließlich auch im Bett landet. Molly steht nun zwischen zwei Männern und kurz vor ihrem Durchbruch.

Eszterhas hätte sich ein bisschen mehr (oder weniger?) Mühe geben müssen, dann wäre „Hearts Of Gold“ vielleicht ein wahres Trash-Fest geworden. Die Ansätze sind immerhin schon vorhanden:

  • Größtenteils talentfreie Schauspieler,
  • schlechte Dialoge,
  • gefährliche, an Zombies erinnernde Groupies, die sich noch am Jahrmarkt ihre Unterhosen vom Leib reißen,
  • und ein Bodybuilder-Drummer, der sein Schlagzeug nicht spielen kann, ohne Grimassen zu ziehen.

Doch irgendetwas fehlt. Bestimmt hätte eine überdrehte Sexszene im Pool geholfen. Auch ein Auftritt von Patrick Swayze im Monster-Truck soll Wunder wirken. Ohne das alles werden vor allem Bob Dylan Fans ihre Freude an „Hearts Of Fire“ haben.

3/10

Ich sollte mal wieder gute Filme ansehen!

 

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