Machete

2007 begeisterten Robert Rodriguez und Quentin Tarantino mit ihrem Double Feature „Grindhouse“ viele Exploitation-Fans. Vor den beiden Filmen „Planet Terror“ und „Death Proof“ waren Fake-Trailers verschiedener Regisseure zu sehen. Rodriguez selbst steuerte einen Clip namens „Machete“ bei, welcher so großen Zuspruch fand, dass es nun tatsächlich zu einem kompletten Film gekommen ist.

Dieser handelt von Machete (Danny Trejo), einem ehemaligen Polizisten, der den Mord seiner Frau rächen will und in einen politischen Skandal um den Politiker John McLaughlin (Robert De Niro), der rigoros gegen mexikanische Einwanderer durchgreifen will, verwickelt wird. Das ist aber alles egal, eigentlich geht es nämlich vor allem um coole Oneliner, Brüste, Blut und Gedärme.

Was zunächst nach hirnlosem Trash-Spaß klingt, erweist sich leider ziemlich schnell als hirnloser Blödsinn. In der kompakten Form eines Trailers funktionierte „Machete“ hervorragend, auf 105 Minuten gestreckt hätte sich Rodriguez dann aber doch ein bisschen mehr einfallen lassen müssen: Brutalität und nackte Frauen sind zwar schön und gut, aber eben genreüblich. Der Unterschied zu anderen Filmen dieser Art ist sicherlich der bizarre Cast: Danny Trejo, Robert De Niro, Don Johnson, Steven Seagal, Michelle Rodriguez, Jessica Alba und Lindsay Lohan zusammen in einem Film zu sehen, macht zumindest einige Makel von „Machete“ wieder gut.

Um die Rezension so kurz zu halten, wie es der Film hätte sein sollen:

4/10

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