Shutter

„Shutter“ erzählt die Geschichte von Tun (Ananda Everingham), einem Fotografen, und seiner Freundin Jane (Natthaweeranuch Thongmee). Auf dem Heimweg von einer Hochzeit fahren die beiden eine junge Frau an und begehen in ihrer Panik Fahrerflucht (ausgelutschtes Horrorfilm-Motiv 1). Während Jane noch an dem Geschehenen nagt, macht Tun weiter wie bisher. Doch dann entdeckt er auf seinen Fotos seltsame Schatten und meint sogar, den Umriss eines Gesichts zu erkennen (ausgelutschtes Horrorfilm-Motiv 2). Während Tun und Jane nun Nachforschungen anstellen, werden sie immer wieder von der unheimlich Frau mit den langen, schwarzen Haaren (ausgelutschtes Horrorfilm-Motiv 3) heimgesucht. Und plötzlich begehen auch noch Tuns Freunde reihenweise Selbstmord …

Viel Neues hat „Shutter“ nicht zu bieten: Die Regisseure benutzen munter Horrorfilm-Versatzstücke, wie sie aus „Ringu“ oder „Ju-On“ längst bekannt sind; jeder Schreckmoment wird brav durch atmosphärisch-bedrohliche Musik angekündigt. Doch auch wenn die einzelnen Filmelemente altbekannt sind und kaum mehr überraschen können, funktioniert „Shutter“ als Ganzes erstaunlich gut. Das liegt nicht nur daran, dass die Regisseure wissen, wie man Grusel zu inszenieren hat, sondern auch an der in sich stimmigen Geschichte. Größere plotholes, die den Spaß an anderen Geisterfilmen leicht verderben können, sind hier nicht vorzufinden. Auch wenn „Shutter“ nicht ganz ohne kleinere Logikfehler auskommt, ist die zu Grunde liegende Geschichte – die einer unsagbar traurigen Liebe – doch stets nachvollziehbar.

Das Genre wird hier nicht neu erfunden, doch „Shutter“ hat mich gegruselt wie kaum ein anderer Horrorfilm der letzten Zeit. Mehr will der Film nicht, mehr soll er auch nicht.

7/10

(Und da jeder halbwegs erfolgreiche asiatische Horrorfilm mittlerweile auch nochmals für den amerikanischen Markt umgesetzt wird, ließ ein Remake nicht lange auf sich warten. 2008 kam „Shutter“ mit Joshua Jackson in die Kinos, erhielt allerdings vernichtende Kritiken.)

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