In The Shadow Of The Moon

„I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the Moon and returning him safely to the Earth.“

In The Shadow Of The Moon erzählt die Geschichte von Kennedys Ankündigung vom Ziel der Mondlandung 1961 bis zum tatsächlichen Ereignis 1969 sowie den darauffolgenden Apollo-Missionen. Die Technik hinter dem geschichtlichen Ereignis sowie die politischen Hintergründe werden in David Singtons Film allerdings nur angerissen. Der Regisseur zeichnet mithilfe spektakulärer Originalaufnahmen und Interviewsequenzen mit noch lebenden Astronauten wie Buzz Aldrin und Michael Collins die Apollo-Missionen nach und gibt sich ganz den euphorischen Erzählungen der einstigen Helden hin.

Damit ist In The Shadow Of The Moon keine objektive Dokumentation – und genau das macht den Reiz aus. Wenn Collins davon erzählt, wie es sich anfühlt, allein in einer Rakete den Himmelskörper zu umrunden, während Neil Armstrong und Aldrin auf dem Mond Geschichte schreiben, wie er sich selbst im Schatten des Mondes nicht alleine fühlte; wenn Aldrin gesteht, dass er vor dem entscheidenden Schritt von der Leiter auf die Mondoberfläche erst noch seinen Urinbeutel füllte, um seinen großen Moment richtig genießen zu können – dann bekommt man Einblicke, die eine sachlichere Dokumentation nicht bieten könnte.

Zwar gerät Singtons Inszenierung mit bedeutungsschwangeren Close-Ups der Astronauten und opulenter Musik hin und wieder dramatischer, als es die spannende Geschichte nötig hätte und auch das Fehlen von Neil Armstrong hinterlässt eine Lücke; der Faszination der Mondlandung und einer ganzen Nation im Ausnahmezustand tut das dennoch keinen Abbruch.

8/10

ARTE zeigt den Film am Sonntag, den 25. September um 14:45 Uhr.

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