Tangled

Für den fünfzigsten Kinofilm hat sich das Walt Disney Studio wieder mal einer Prinzessin gewidmet und offenbar keine Kosten gespart: Mit einem Budget von angeblich 260 Millionen US-Dollar ist Tangled einer der teuersten Filme aller Zeiten. Die Geschichte basiert auf dem Grimmschen Märchen Rapunzel, wird aber in das Korsett eines typischen Disney-Klassikers gezwängt: Die Liebesgeschichte zwischen Rapunzel (Mandy Moore) und ihrem Retter Flynn (Zachary Levi) ist unendlich romantisch (man könnte sie auch kitschig nennen), auf der Suche nach Rapunzels Herkunft erleben die Helden haarsträubende Abenteuer, mit dem Chamäleon Pascal und dem Pferd Maximus gibt es zwei witzige Sidekicks und schließlich dürfen auch zahlreiche Gesangseinlagen und Disney-Vögelchen nicht fehlen.

Originell ist Tangled also sicher nicht, und doch funktioniert der Film perfekt. All die bekannten Zutaten sorgen für den unverwechselbaren Disney-Charme. Natürlich wird unsere Heldin am Ende ihr Glück finden, trotzdem fiebert man mit Rapunzel mit und hofft, dass sie sich aus den Klauen ihrer herrlich bösen falschen Mutter Grothel (Donna Murphy) befreien kann. Selbst die recht schmalzigen Liedchen stören nicht weiter, doch im Vergleich zu anderen Disney-Klassikern wie „Beauty and the Beast“, „Hakuna Matata“ oder „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ wirken die von Alan Manken komponierten Stücke doch recht fad.

Ein neuer Klassiker ist Tangled vielleicht nicht, optisch stellenweise beeindruckende Familienunterhaltung im besten Sinne aber doch.

8/10

Advertisements