Intouchables

Ungleiche Paare waren in Film und Fernsehen immer schon beliebt – ob als zankende Ermittler oder ungewöhnliches Liebespaar. Eines haben die Duos in den meisten Fällen gemeinsam: Am Ende sind sie doch unzertrennlich. Intouchables, in seinem Heimatland Frankreich einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und als Ziemlich beste Freunde seit einigen Wochen nun auch in Deutschland ein Hit, perfektioniert dieses Prinzip.

Ungleicher könnten Philippe (François Cluzet) und Driss (Omar Sy) kaum sein: Philippe lebt in royalen Verhältnissen, hat Angestellte, viele Autos und ist seit einem Sportunfall querschnittsgelähmt. Driss ist ein kleinkrimineller Franzose afrikanischer Herkunft aus der Unterschicht. Er will nicht arbeiten, sondern lieber von Sozialhilfe leben. Doch dann wird er probeweise zu Philippes Pfleger und, wie sollte es anders sein, es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.

Überraschungen darf man von Ziemlich beste Freunde sicher nicht erwarten. Alles was passiert, ist auf die Befriedigung des Publikums ausgerichtet. So ist der Film von Olivier Nakache und Eric Toledano arg gefällig inszeniert, was größtenteils auch nicht so schlimm ist: François Cluzet und Omar Sy harmonieren wunderbar miteinander, die meisten Witze zünden, die Musik weiß zu gefallen.

Und so vergehen die knapp 2 Stunden recht schnell, man ist zufrieden, sogar ein bisschen berührt – und doch bleibt ein fader Nachgeschmack von einem Film der irgendwie schön, irgendwie aber auch ein bisschen langweilig-vorhersehbar ist.

6/10

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