My Life Without Me

„My Life Without Me“ ist ein leises, sensibles Drama über den Umgang mit dem Tod. Die 23-jährige Ann (Sarah Polley) erfährt, dass sie nur noch wenige Monate zu Leben hat. Ihrem Mann Don (Scott Speedman) und ihren Kindern erzählt sie davon nichts, um sie nicht zu belasten. Sie erstellt sich eine Liste von Dingen, die sie noch tun will, bevor sie stirbt:

1. Tell my daughters I love them several times a day.

2. Find Don a new wife who the girls like.

3. Record birthday messages for the girls for every year until they’re 18.

4. Go to Whalebay Beach together and have a big picnic.

5. Smoke and drink as much as I want.

6. Say what I’m thinking.

7. Make love with other men to see what it’s like.

8. Make someone fall in love with me.

9. Go and see Dad in jail.

10. Get some false nails (and do something with my hair).

Auf angenehm kitschfreie Art zeigt Isabel Coixet, wie sich das Leben durch den kurz bevorstehenden Tod verändern kann: Das eigene Verhalten, die Wahrnehmung anderer – alles bekommt eine andere Bedeutung. Der Film, obwohl durchgehend unspektakulär, ist emotional berührend wie kaum ein anderer. Wenn Ann beispielsweise Geburtstagsnachrichten für ihre Töchter aufnimmt, ist das schrecklich traurig, aber nie hoffnungslos depressiv. Die Authentizität gewinnt der Film durch hervorragende Schauspielleistungen. Allen voran Sarah Polley, die ihre Ann nüchtern und ruhig spielt, ihr aber in jedem Moment viel Würde verleiht.

Die zunächst nur nach einem tränenreichem Melodram klingelnde Handlung wird hier zu einer bewegenden Geschichte eines Abschieds.

8/10

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