We Bought A Zoo

„Sometimes all you need is twenty seconds of insane courage. Just literally twenty seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it.“

Nach diesem Motto lebt Benjamin Mee (Matt Damon, True GritThe Adjustment Bureau): Es half ihm, seine Frau kennenzulernen, und es hilft ihm nun, nach ihrem Tod, eine wahnwitzige Idee umzusetzen. Zusammen mit seinem pubertierenden Sohn Dylan (Colin Ford) und seiner 7-jährigen Tochter Rosie (Maggie Elizabeth Jones) kauft er einen alten, mittlerweile geschlossenen Zoo, um die verbleibenden Tiere zu retten, den Zoo wieder zu eröffnen, und ein neues Leben zu beginnen.

Die wahre Geschichte von Benjamin Mee und seinem Dartmoor Zoo in England böte eigentlich genug Stoff für einen Film, doch Cameron Crowe (Almost Famous) konzentriert sich weniger auf die Probleme eines Zoobesitzer, der kaum Ahnung von Tieren hat, als auf die (erfundenen) menschlichen Konflikte: Für Benjamin und seinen Sohn Dylan gibt es direkt bei der Ankunft im Zoo attraktive love interests in Form der Tierpflegerin Kelly Foster (Scarlett Johansson, Ghost Word, Lost In Translation) und ihrer Cousine Lily (Elle Fanning, Somewhere); in der Vater-Sohn-Beziehung gibt es etliche, nie angesprochene Probleme und der Tod der Ehefrau und Mutter muss auch noch verarbeitet werden. Dass die menschliche Komponente nicht so gut funktioniert wie die tierische, liegt daran, dass sie zum Teil unglaubwürdig und forciert wirkt. Uns wird eine Welt präsentiert, in der alle Probleme lösbar sind, am nächsten Tag immer wieder die Sonne scheint und selbst tiefe Trauer in einer gezwungen sentimentalen iPhoto-Montage hübsch aussieht.

Und doch entwickelt der etwas zu lange geratene Film seinen Charme: Als harmloser Familienfilm, als hoffnungsvolles Märchen und als leichtes Feel-Good-Movie erfüllt We Bought A Zoo seinen Zweck.

6/10

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